Dealing with life’s ups and downs…

Dann lasst mich mal schauen ob ich überhaupt noch weiß wie das hier alles funktioniert. Ja, sieht gut aus… Ok, müsste funktionieren. Tatsache, ich kann noch bloggen, auch wenn ich im Moment einen richtigen Tiefpunkt im Leben erreicht habe.  Privat natürlich nicht, weil das wäre ja fast schon wieder langweilig, aber beruflich bin ich ziemlich am Boden.

Es gibt eben Momente, Tage, Stunden oder auch Minuten, in denen man sich ganz einfach wünscht an einem anderen Ort zu sein. Einen solchen Moment hatte ich vor gut 2 Wochen.  Ich erlebe es eigentlich sehr oft das ich am Morgen ins Büro komme und dann sofort wegen einer Angelegenheit in ein weiteres Büro bestellt werde. Aber an diesem Tag… Na ja…

Diesmal sollte ich mich nämlich im Büro unserer obersten Leitung melden, da mein Chef noch seinen Urlaub ausgekostet hat. Was ich dann aber zu hören bekommen habe, ok, darauf hätte ich wirklich verzichten können. Mein Kollege, von dem ich nur wenige Minuten zuvor begrüßt wurde, hat gekündigt und wird ab dem 1. Februar 2010 nicht mehr bei uns sein.

Natürlich musste ich schon schlucken, weil ich damit einfach nur überfahren wurde (und glaubt mir, es war bestimmt ein 40 Tonner). Allerdings hatte er bereits vor 4 Monaten zu diesem Termin gekündigt, informiert wurde ich allerdings nicht. Selbstverständlich wussten einige Leute schon vorab davon, aber ich war vollkommen ahnungslos…

Gut, mit diesem Verlust war also in meinem Projektteam der Teamleiter nicht mehr vorhanden. Ich dachte also das sich die Firma etwas einfallen lassen wird, immerhin waren ja bereits 4 Monate vorbei. Leider nicht… Anscheinend wurde noch nicht wirklich darüber nachgedacht und keine Sekunde später wurde ich vom nächsten 40 Tonner erwischt…

Da nun der Teamleiter nicht mehr vorhanden ist und der Teameinkäufer in Altersteilzeit gegangen ist, hat man ganz einfach überlegt ob man nicht das komplette Projektteam wegrationalisieren soll. Mit anderen Worten, man hat mir mitten ins Gesicht gesagt das ich mich doch mal etwas auf dem Arbeitsmarkt umhören sollte, da ich in gut einer Woche meinen Job los sein könnte. Natürlich würde das auch unseren neuen Projektassistenten betreffen.

Ich denke ich brauche nicht sagen wie positiv meine Einstellung an diesem Tag war. Immerhin hatte ich nun einen Job der absolut unsicher war und ich würde auch erst am Ende der Woche eine Info bekommen ob das Projektteam am Leben gehalten wird. Als ich dann am Abend nach Hause gekommen bin, wurden erstmal mehrere Kontakte abtelefoniert, aber im Moment sah es nicht sehr beruhigend aus…

Das ich nun in einer solchen Situation war, wollte ich es natürlich so klein wie möglich halten. Was bedeutet, ich habe fast vollständig dazu geschwiegen… Ich weiß das es besser ist mit Leuten über seine Probleme zu sprechen und ich biete mich für so etwas auch immer an, aber über was soll man sprechen wenn man überhaupt keine Ahnung hat was nun mit einem geschieht?

Ich habe also die Woche weiter meine Arbeit erledigt und es kam der Freitag. Mit einem sehr “tollen” Gefühl zu warten ist eine Qual, aber wenn dann der Tag vorbei ist, die nötigen Ansprechpartner nicht mehr im Haus sind und man tatsächlich keine Antwort bekommen hat, dann ist es noch viel schlimmer. Ich hatte also ein Wochenende ohne klare Aussage vor mir…

Am Sonntag Abend kam allerdings ein Anruf auf meinem Handy, zu meiner Überraschung von meinem Chef. Ich möchte am nächsten Morgen bitte umgehend in den oberen Besprechungsraum kommen, es wäre sehr wichtig und man müsste einige Sachen besprechen. Ich bestätigte und meldete mich am nächsten Tag pünktlich im Büro.

Um es nun gleich auf den Punkt zu bringen, ich habe meinen Job noch und sogar noch mehr. Nachdem sich unsere Oberen mit den anderen Teamleitern unterhalten haben, wurde ihnen anscheinend erst bewusst wie viele Projekte in unserem Team verankert sind. Diese ganz einfach auf die bestehenden Teams zu verteilen, würde einer Implosion gleich kommen.

Deshalb wird nun ein neuer Teamleiter gesucht, zeitgleich werde ich auf der beruflichen Treppe intern eine Stufe höher klettern. Ich werde nämlich fortan für Ausbildungszwecke und wieder technische Abwicklungen der Projekte zur Verfügung stehen und natürlich meinen Posten als stellvertretender Teamleiter behalten. Und bis ein neuer Teamleiter gefunden ist, soll ich den Laden alleine steuern.

Das habe ich auch gemacht, bis mir am Mittwoch unser neuer Teamleiter vorgestellt wurde. Auch ein Projektleiter der zuvor schon 12 Jahre im Ausland tätig war und sich nun zu unserer Firma orientiert hat. Natürlich ist dadurch noch nicht alles vom Tisch, da ich die Logik nach wie vor nicht dahinter verstehe, aber ich werde damit Leben müssen. Auch das selbstverständlich ich meinen neuen Teamleiter anlernen darf…

Seht ihr den Sinn dahinter? Wenn ja, dann sagt ihn mir bitte, da ich bis jetzt nur einige Vermutungen dazu aufstellen konnte. Und davon leider auch noch wenige, da wir im Moment sehr viele Kunden abklappern und unseren neuen Teamleiter vorstellen. Für meinen Geschmack etwas zu schnell, aber was soll man machen? Ich arbeite weiter, mit der doppelten Menge Stress und versuche ganz einfach meinen Job zu machen. Vielleicht ist es aber auch ganz einfach nur Zeit sich neu zu orientieren. Der Gedanke ist zumindest größer als jemals zuvor.

Und was kommt noch zu dieser tollen Geschichte dazu? Natürlich das Wetter. Ich habe bereits mehrere Blogs gesehen die einen kurzen Einblick auf das Wetter in ihrem Umkreis geben, die ich selbstverständlich sehr interessant gefunden habe. Deshalb schließe ich mich ganz einfach dem Massenzwang an und zeige auch ein Bildchen aus dem verschneiten Franken.

Tatsächlich habe ich im Moment auch den Gedanken einen Urlaub in der Karibik zu machen, weil das ganze Weiß kann ich einfach nicht mehr sehen… Wir haben leider kein sehr kleines Grundstück, was dementsprechend immer gut geräumt werden muss. Da gehen locker 2 Stunden Arbeit verloren. Oder eben 30 Minuten wenn man sich nur darauf konzentriert schnell die Garage zu finden, die von einem 1 Meter hohen Schutzwall aus Schnee verschüttet ist.

Ich habe nichts gegen diese Arbeiten, aber es ist einfach nur frustrierend wenn man nur wenige Stunden später die Arbeit des Tages nicht mehr sieht. Das Bild das ihr seht ist zum Zeitpunkt dieses Eintrags vielleicht gute 30 Minuten alt und ich kann euch sagen, es wird wohl noch schlimmer werden. Der Straßenverkehr ist auch schon wieder außer Kraft gesetzt und Schneeräumer sind eine absolute Mangelware. Außer natürlich ihr schaut euch um 8 Uhr morgens am Wochenende in meiner Nähe um, da seht ihr mich dann mit der Schaufel und räumen.

Im Grunde also wieder eine tolle Zeit bei mir, aber was soll man schon machen. Ich werde mich wieder durchbeißen und es ist ja auch nicht so als ob es nicht auch ein paar Lichtblicke geben würde. In der nächsten Woche soll ich wieder ein paar schicke Stücke für die Sammlung bekommen, ganz vorne dabei meine Fate aus Nanoha StrikerS von Alter.

Und die Renovierung von meinem Wohn- und Arbeitszimmer steht auch bevor. Am kommenden Freitag werden die letzten Möbel gekauft und dann kann es los gehen. Es wird gestrichen, es wird umgestellt, es wird ein neuer Boden verlegt und und und… Das einzige was mir hier noch einen Strich durch die Rechnung machen kann ist das Wetter. Und natürlich der Arbeitgeber von unserem Admin MaNIaC, weil er sich im Moment zwar in Deutschland befindet, aber jeden Tag wieder zu seinem Auslandseinsatz abberufen werden kann. Dann fliegt mein Helfer davon.

Das ist allerdings eine andere Geschichte und jetzt werde ich mich erstmal mit einem Zitat des finsteren Lords der Sith, Darth Vader persönlich, von euch verabschieden. Ein sehr schönes Zitat, welches euch in ähnlichen Situationen, wie im Moment bei mir, sicherlich auch helfen könnte und zumindest kurz ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert. Also bis die Tage und nicht vergessen, sammelt weiter und möge die Macht mit euch sein!

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